Die Turmaline des Jahrhundertfundes aus dem südlichen Misox
Paul Rustemeyer

Der Tessiner Strahler Angelo Stroppini hat im bündnerischen Misox in einer einzigartigen, voluminösen Miarole grosse Turmalin-Kristalle gefunden. Es gab Einkristalle und Parallelaggregate. Aus den Mustern in den Dünnschliffen dieser Turmaline lässt sich ablesen, dass diese Formen gleichzeitig im gleichen Hohlraum, aber unter völlig verschiedenen Bedingungen entstanden sind. Dies führt zu einer spannenden Wachstumsgeschichte, die in Einklang mit neueren Ergebnissen der Pegmatitforschung steht.

 

Der Strontianit von Enney, Kanton Freiburg
André Gremaud

Mit 18 Jahren hatte ich meinen ersten Mineralfund gemacht. Erdige Kugeln umgaben meinen Fund. Sie störten mich und ich entfernte sie. Sehr viel später erfuhr ich, dass es sich dabei um Strontianit gehandelt hatte. In Enney – nicht weit von meinem ersten Mineralienfund – findet man Strontianit in einer grossen Formenvielfalt. Darüber möchte ich in meinem Artikel berichten.

 

Titanitkluft am Muttgletscher, Wallis
Ruedi Widmer

Ein traumhaftes Bergpanorama mit wunderbarem Wetter umhüllt den Furkapass, ideale Bedingungen für einen Strahlgang an den Felspartien zwischen dem Tälligrat bis hin zum Muttenhorn.

 

Die alten Räuber von Frick
Thomas Bolli

Einzelne Zähne von Raubdinosauriern hat man in der Schweiz schon gefunden, aber noch nie ein Skelett. Das hat sich mit dem Notatesseraeraptor frickensis geändert. Das Tier stammt aus der Tongrube Gruhalde in Frick, ist rund 209 Millionen Jahre alt und stellt eine neue Gattung und Art dar. Weitere Knochen von Raubdinosauriern aus Frick warten auf die genaue wissenschaftliche Analyse.

 

Drei neue Arsenate vom Lengenbach: Pharmakolith, Pikropharmakolith und Schultenit
Thomas Raber, Philippe Roth

Die Grube Lengenbach ist bekannt für ihre vielen seltenen Sulfosalz-Mineralien, aber nicht unbedingt für eine grosse Vielfalt an sekundären Mineralbildungen. Dabei sind mit Mineralien wie Tennantit, Bleiglanz, Zinkblende und eben den vielen Sulfosalzen Elemente vorhanden wie Kupfer, Blei, Zink, Arsen, Schwefel und viele mehr, die eine ganze Fülle an Sekundärmineralien möglich machen könnten. Aber leider scheinen die Bildungsbedingungen vor Ort nicht gerade ideal.

(ABSTRACT in English see below)

 

ABSTRACT

The Lengenbach quarry hosts relatively few secondary minerals. Recently, three new arsenates could be identified: 1) schultenite as small, somewhat porous crystals on native arsenic, 2) pharmacolite as fan-like aggregates of bladed grayish crystals, associated with realgar, pyrite and arsenolite on two weathered samples, and 3) picropharmacolite as spherical aggregates of colorless to white needles. The latter are similar to the hörnesite aggregates which have been known for a while in the quarry.

 

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